der wiedehopf


Wir sehen ihn als einen weltgewandten Reisenden , als Kämpfer, der sich seinen Raum wieder erobert und als einen Hoffnungsträger – weil er zurückgekommen ist. Er wird unser Weingut als Symbol und Signet ab jetzt begleiten.

Ihm widmen wir unseren Gutswein.

Der Wiedehopf, dieser kleine, vom Aussterben bedrohte Zugvogel, war als Kulturfolger im Weinberg lange Zeit ein Nützling und Helfer. Als er 1976 zum Vogel des Jahres erklärt wurde, war er bei uns schon nicht mehr anzutreffen. Erst 2017 wurde er wieder öfter gesehen.

 

widmet dem Wiedehopf ein Projekt.

Bereits im April 2005 beobachtete Hans-Georg Hecht vom NABU Esslingen in den Zeller Wiesen, nahe dem "Schießhaus", einen Wiedehopf auf Nahrungssuche. Leider zog er offenbar weiter, denn trotz eifriger Nachsuche war er nach einigen Tagen nicht mehr zu entdecken. Seitdem wurden noch öfter Wiedehopfe auf dem Durchzug in den Esslinger Streuobstwiesen gesichtet.Einer der Wiedehopf-Kästen fand auf einer Streuobstwiese in Esslingen-Zell immerhin einen Interessenten:

Am 24. April 2009 hängten Zeller Bürger zwei Wiedehopfkästen auf ihrer Wiese auf. Bereits am 15. Mai 2009 konnten sie einen Wiedehopf beobachten, der sogar bis ans Haus kam und sich filmen und fotografieren ließ. Zur Brut kam es jedoch nicht.

Die großen Holznistkästen können an Obstbäumen und Geschirrhütten auch niedrig angebracht werden (ab einem halben Meter über dem Erdboden). Natürlich kann man sie auch höher hängen; sie werden dann aber nicht nur vom Wiedehopf, sondern auch von anderen Vogelarten bezogen. Am Kaiserstuhl, wo man schon Erfahrung mit Wiedehopfkästen gesammelt hat, wurden die niedrig angebrachten Kästen ausschließlich vom Wiedehopf besetzt, während in einige der höher hängenden Kästen Steinkäuze zogen. Da sich die Steinkäuze auf Esslinger Markung bisher rar machen, z. B. aber in Ostfildern treue Brutvögel sind, würden wir uns über diese Nutzung ebenfalls sehr freuen!

Vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Folgen macht ihm zu schaffen (hoher Pestizideinsatz und der Verlust von naturverträglich genutzten Wiesen und Weiden, die in Ackerland umgewandelt werden).

Geeignete Bruthöhlen gehen durch das Fällen alter Obstbäume oder Feldgehölze regelmäßig verloren, außerdem durch Sanierungsmaßnahmen älterer Gebäude (Scheunen, Ställe) und Gemäuer.

Er wird deshalb auch in Zukunft eher selten bei uns zu sehen sein.

Der Wiedehopf braucht Streuobstwiesen, alte Feldgehölze und eine naturverträgliche, pestizidfreie Landwirtschaft zum Überleben.

Fortpflanzung:
Der Wiedehopf sucht sich als Neststand Ganz- oder Halbhöhlen aller Art, z.B. in Astlöchern, Steinhaufen, Felshöhlen, unter Dächern oder in Erdlöchern. Nistmaterial wird kaum oder gar nicht eingetragen. Meist Anfang Mai legt er dort in der Regel 5 bis 8 (lang-) ovale hell blaugraue bis grünlich graue Eier. Nach etwa 16- bis 19-tägiger Bebrütung durch das Weibchen schlüpfen die Jungen. Obwohl sie Nesthocker sind, tragen sie ein (allerdings eher spärliches) Daunenkleid.

Sie werden anschließend noch 13 bis 14 Tage lang gewärmt. Nach 23 bis 25 Tagen verlassen sie das Nest. Anschließend werden die Jungvögel noch einige Tage mit Futter versorgt. Zweitbruten können bis Anfang Juli erfolgen.