ein weltgewandter
reisender

 

derzeitiges Verbreitungsgebiet in Deutschland

Der Wiedehopf war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein in Deutschland weit verbreiteter und regional auch häufiger Brutvogel. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts zog sich der Wiedehopf immer mehr aus Deutschland zurück. Vor allem in den 80er und 90er Jahren fand ein deutlicher Rückgang im Bestand statt. Der Verlust von Lebensräume in Verbindung mit einem kühleren Klima setzt dieser wärmeliebenden Art besonders zu.

Eine Trendwende setzt um den Beginn 21. Jahrhunderts ein. Begünstigt wohl auch durch die Klimaerwärmung brüten mittlerweile wieder fast tausend Brutpaare in Deutschland. Seinen Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland hat der Wiedehopf zurzeit im Nordostdeutschen Tiefland und am Oberrhein.     

Ende März, Anfang April kehren die Vögel aus ihrem Winterquartier zurück, der Wegzug kann schon im Juli einsetzen und hat seinen Höhepunkt im August und September.   

In einer vom NABU und dem BLV durchgeführten Aktion ist der Wiedehopf im Herbst 2021 zum Vogel des Jahres gewählt worden. Mit ihm wollen die Naturschutzverbände vor allem auf den Insektenschwund aufmerksam machen, der auf die Intensivierung der Landwirtschaft zurückgeht.  

Der Wiedehopf zieht im Spätsommer in die Überwinterungsgebiete im tropischen Afrika und in der Sahelzone. Ab März beginnt er, wieder in die Brutgebiete zurückzuziehen. Zur Zugzeit macht er auch mal in Gärten Rast.