Das Weingut in dritter Generation 

Mit Thomas Diehl 

„Die Passion Wein kann man nicht erlernen“

 

Nach den Abitur erlaubten ihm seine Eltern ein „Gap Year“. Die Auszeit nutzte er zum Reisen. Ein halbes Jahr lang half Thomas Diehl im Weingut Hans Herzog in Marlborough / Neuseeland bei der Weinlese, ehe es weiter nach Australien ging. 
Am Tag seiner Abreise habe er „gemischte Gefühle“ gehabt, verrät Thomas Diehl, denn er hatte kurz davor die Zusage fürs Studium der Soziologie, Politik- und Wirtschaftswissenschaft erhalten, gleichzeitig mit dem Angebot des Weingutes eine weinbautechnische Ausbildung zu absolvieren. Thomas Diehl entschied sich gegen das Angebot renommierten Weingutes und für das Studium an der Zeppelin Universität.
Der erfahrene Winzer in Neuseeland gab ihm noch einen Satz mit auf den Weg: „Thomas, du hast die Passion für das Produkt Wein – die kann man nicht erlernen, die hat man einfach.“ Er sollte recht behalten. Nach verschiedenen Stationen ging zur ins elterliche Weingut dessen Geschäftsführer er seit 2019 mit Begeisterung und Leidenschaft ist.
Arbeit gibt es überall - Merlot wird gekeltert.Wie viele seiner Generation, ist Thomas Diehl heimatverbunden, weil er global unterwegs und vernetzt ist.
Er weiß Werte zu schätzen, weil er von ihnen nicht eingeengt wird und er hat eine Vision von einer Welt, die mit ihren Ressourcen – menschlichen wie natürlichen - besser umgeht. So ist es also gar nicht so weit hergeholt, daß ausgerechnet ein kleiner bunter Zugvogel ihn jetzt auf seinem weg im Weingut begleitet. Erst 2017 wurde der Wiedehopf bei uns wieder öfter gesehen. Wir sehen auch ihn als einen weltgewandten Reisenden, als Kämpfer, der sich seinen Raum wieder zurück erobert und als einen Hoffnungsträger – weil er zurückgekommen ist. – wie Thomas Diehl.